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Hinweise für die Baujagd
Der Hundeführer bestimmt das Vorgehen am
Bau, er ist grundsätzlich der Jagdleiter bei jeder Baujagd.
Er entscheidet, ob er den zugewiesenen
Bau arbeitet, da immer die Möglichkeit besteht, dass der Bau von einem
Dachs bewohnt wird und er deshalb nicht gearbeitet werden soll. Es gibt
aber auch andere Gründe, die eine Ablehnung erforderlich machen.
Baujagd ist nichts für eine große
Gesellschaft. Ruhe, Umsicht und Sicherheit für Jäger und Hunde bestimmen
das Vorgehen am Bau.
Nur 2 – 3 Jäger werden gebraucht.
Bei einem großen Bau kann die Zahl mal
4 – 6 Jäger betragen.
Grundsätzlich wird an Naturbauen nur mit
besenderten Hunden gearbeitet.
An Kunstbauen ist das nicht unbedingt
erforderlich.
Große Hunde sind nur dann am Bau dabei,
wenn der Hund die Bauhunde kennt und der Bauhundführer damit
einverstanden ist.
1. Vor dem Einschliefen
Das Verhalten der Jäger am Bau ist für
den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Wind beobachten, Ruhe und
Schützen, die besonnen sind, das sind
Faktoren, die für den Erfolg
ausschlaggebend sind.
Die Autos werden weit vom Bau abgestellt
(Türen leise schließen).
Wenn der Bau bekannt ist, übernimmt der
Hundeführer die Jagdleitung
schon beim Anlaufen. Die Windrichtung
beachten!
Wichtigster Punkt: "Absolute Ruhe am Bau" (bekommt Meister Reinecke
etwas mit, springt er schwer).
Die Waffen in Abstand zum Bau laden. Das
Klicken beim Schließen einer Flinte
wirkt wie ein Signalhorn! Der
Hundeführer übernimmt das Anstellen der Schützen an den jeweiligen Bau
und gibt die jeweilige Schussrichtung
der Schützen bekannt.
2. Der Hund ist eingeschlieft
Die Schützen sollten immer den Eingang
der Röhre beobachten, manchmal geht es schnell, manchmal dauert es eine
Weile, je nach dem, wie der
Hund voran kommt. Die Wartezeit am Bau
sollte mindestens eine 1/4 Stunde betragen, danach kontrolliert nur der
Hundeführer den Bau und verhört
ihn. Bei großen Bauten wird erheblich
länger gewartet.
Ist der Hund laut und geortet, wird
entschieden, ob durchgeschlagen wird. Schlieft der Hund mehrmals ein und
aus und bindet nicht, sollte er
abgenommen und angeleint werden.
Der Hundeführer und die Schützen, bis
auf einen, verlassen den Bau.
Dieser eine bleibt ca. 1/2 Stunde am
Bau, Meister Reinecke ist vielleicht verunsichert und springt, wenn Ruhe
eingekehrt ist!
3. Der Fuchs springt
Es kann nicht sein, dass auch weiterhin
die größte Gefahr von leichtsinnigen Schützen für den Bauhund ausgeht!
Füchse dürfen nur geschossen werden,
wenn sie mindestens 10 – 20 m Meter vom Bauausgang entfernt sind und
kein Hund dicht dahinter ist!
Auf keinen Fall in die Röhre schießen.
Nie schießen, wenn der Hund am Fuchs
ist!
Niemals auf den zulaufenden Fuchs
schießen, sondern nur auf den seitlich oder von mir weglaufenden.
Der Bauhundführer darf anders handeln,
muss es öfter sogar.
Das betrifft aber nur IHN und keinen
anderen!
Beim Schuss sollte sichergestellt sein,
dass der Fuchs nicht wieder
krank in den Bau einfährt. Er verursacht
den meisten Ärger.
Wenn ein Fuchs nicht tödlich getroffen
ist, sollte der Bauhund möglichst von ihm ferngehalten werden. Ist der
Hund noch weit genug vom Fuchs entfernt, sollte sofort ein Fangschuss
erfolgen.
4. Der Bau ist befahren und der Fuchs
springt nicht
Nachdem der Hund geortet ist, bestimmt
der Hundeführer, ob ein Einschlag gemacht wird.
Abwechselnd wird gegraben. Die Röhre
wird immer der Hundeführer anstechen. Er trennt mit dem Spaten sofort
den Hund vom Raubwild.
Nach der Arbeit ist der Bau sofort
wieder ordentlich zu verschließen.
Der wichtigste Punkt für alle Baujäger,
der Hund muss gesund sein und bleiben!
Bei übergreifenden Baujagden werden die
Telefonnummern der beteiligten Teams ausgetauscht.
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